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Thai lernen im Schlaf? Neue Studie hält das für möglich!

Werden Schüler und Schülerinnen, die zukünftig im Sprachunterricht einschlafen, womöglich die besseren Noten schreiben als ihre Mitschüler? Nach einer neuen Studie, die ihren Ursprung an der Universität Bern hat, ist das gar nicht mal so abwegig.
Ein Forschungsteam vom Institut für Psychologie hat in Zusammenarbeit mit der interfakultären Forschungskooperation, „Decoding Sleep“ genannt, herausgefunden, dass auch Vokabeln aus Sprachen, die einem noch gänzlich unbekannt sind, im Schlaf erlernt werden können. Lernen braucht also kein Bewusstsein mehr?

Der (bislang) wissenschaftliche Konsens

Bislang sind Wissenschaftler davon ausgegangen, dass einmal im Wachzustand Gelerntes im Schlaf gefestigt wird, sofern beispielsweise englische Vokabeln im Schlaf abgespielt würden. Dass noch nie gehörte Vokabeln im Schlaf verinnerlicht werden können, ohne sie im bewussten Zustand gehört zu haben, war bislang absolut abwegig. Schlaf galt als Zustand, in dem der Mensch völlig von jeglichen Bewusstseinszuständen und damit von seiner Außenwelt abgeschirmt ist. Diese Ansichten hat das Forschungsteam um Katharina Henke nun widerlegt.

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So funktioniert das Sprachenlernen im Schlaf

Lage des Hippocampus im Gehirn (Animation)
Lage des Hippocampus im Gehirn (Animation)

Quelle: Wikipedia

Während des Schlafes Wechseln sich zwei Phasen im Gehirn unaufhörlich ab. Etwa alle 0,5 Sekunden wechselt der Modus zwischen der sogenannten „Up-state“-Phase in die „Down-state“-Phase, wobei die „Up-state“-Phasen aktive Phasen und die „Down-state“-Phasen passive Phasen sind. Ein Wort mitsamt seiner deutschen Übersetzung prägt sich, der Forschung zu urteilen, immer dann in das Gedächtnis ein, wenn das zweite Wort eines Vokabel-Paares während der Up-state-Phase wiederholt eingespielt wird.

Außerdem hat das Forschungsteam herausgefunden, dass Teile des Gehirns, die im Wachzustand aktiv sind und für das Erlernen neuer Sprachen zuständig, auch im Tiefschlaf das Erinnern aktivieren. Zu diesen Hirnarealen zählt unter anderem der Hippocampus. Für die Studie bedeutet das im Klartext, dass Gedächtnisbildung und Erinnern unabhängig davon, ob man nun wachen oder schlafenden Zustands ist, funktionieren.

Auch komplexe Sprachen im Schlaf lernen

Die Studie hat weiterhin gezeigt, dass es sich beim Erlernen einer neuen Sprache noch nicht einmal um eine „echte“ Sprache handeln muss. Das Hirn prägt sich auch Vokabeln einer Sprache ein, die rein erfunden ist. Spannend ist das vor dem Hintergrund, dass es sich so auch als möglich erweist, allgemein hin als schwer erlernbar verstandene Sprachen im Schlaf zu lernen. So auch die thailändische Sprache!

Selbst die beliebtesten Applikationen, wie z. B. Babbel bieten Thai nicht an. Der Grund dafür ist vor allem das ungewöhnliche und vielseitige Zusammenspiel von Vokalen und Konsonanten und den Tonregeln, die damit verbunden sind. Eine App kann diese Regeln zum einen nicht ohne Weiteres vermitteln und Babbel müsste zudem seinen Slogan „Sprachenlernen in 3 Wochen“ mit hoher Wahrscheinlichkeit ändern.

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